Di 04.11.08 ~ 21:00 Uhr
Ete und Ali
Gemeinsam werden Ete und Ali am gleichen Tag aus der Armee entlassen. Während die meisten rasch in den Zug nach Hause steigen, bleiben Ete und Ali unschlüssig zurück. Ali ist in einem trostlosen Kaff zu Hause, wo ihn niemand erwartet, und Ete hat gerade erfahren, dass ihn seine Frau betrügt. Die Freunde sind denkbar verschieden. Ali ist ein gutmütiger, etwas tolpatschiger Riese und ein Energiebündel. Ete hingegen ist klein und schüchtern. Ali schlägt vor, dorthin zu fahren, wo es die schärfsten Mädchen geben soll, nach Prag oder Eisleben, doch die Pässe liegen zu Hause. Schließlich fahren sie doch in Etes Heimatort, und Ali will seinem Freund beistehen, sowohl bei dem Rausschmiss von Marys Liebhaber als auch bei der Versöhnung der beiden.
R.: Peter Kahane / 92 min / DDR 1984
Di 11.11.08 ~ 21:00 Uhr
Sobibor
Ausgehend von einem Gespräch, das Yehuda Lerner ihm 1979 gewährt hatte, als Claude Lanzmann Shoah drehte, entstand der Film SOBIBOR, 14 OCTOBRE 1943, 16 HEURES – Ort, Tag, Monat, Jahr, Stunde des einzigen jemals gelungenen Aufstands in einem Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Auf die Fragen antwortet Yehuda Lerner mit klaren und einfachen Worten, zu seinem Schicksal als 16-jähriger Zwangsarbeiter im Vernichtungslager Sobibor und seine dortige Teilnahme an der Revolte unter Führung von Alexander Petscherski am 14. Oktober 1943.
R.: Claude Lanzmann / 95 min / F 2001 (Doku)
Di 18.11.08 ~ 21:00 Uhr
LExil presents:
Persepolis
Ein Mädchen – ein Krieg, eine Revolution, drei Kulturen, und doch ein Lachen auf den Lippen. Marjane erzählt über ihr Leben im Iran, ihre Familie, das Exil in Österreich und über ihre Sehnsüchte und Hoffnungen auf eine bessere Welt. Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud verfilmen Satrapis Kultcomic als preisgekrönten Animationsfilm. Ein Meisterwerk und ein unterhaltsames Plädoyer für Toleranz.
R.: V. Paronnaud, M. Satrapi / 95 min / F 2007
Di 25.11.08 ~ 20:00 Uhr
ak b12 Reihe „Ostdeutsche Verhältnisse“:
Die Hartz IV-Schule
Die Schüler der Wattenscheider Fröbelschule erleben die Folgen der Arbeitslosigkeit im täglichen Leben – und werden im Unterricht schon auf die eigene Arbeitslosigkeit vorbereitet. Die 16-Jährige Andrea wollte früher Krankenschwester werden. Inzwischen geht sie allerdings davon aus, dass das nicht klappen wird. Dafür hat sie in der Schule gelernt, wie man am besten mit 345 Euro im Monat auskommt, dem Regelsatz für „Hartz IV“. Laura und Jasmin gehen noch in die achte Klasse. Sie kommen selten vor zehn Uhr in die Schule – „Mittagschicht“ nennen sie das. Michelle ist die Jüngste, elf Jahre alt, und seit der dritten Klasse auf der Fröbelschule. Michelle wird hier komplett versorgt. Sie isst mittags die Suppe von der Wattenscheider Tafel. Viele Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule. Bei so viel anderen Problemen bleibt der reguläre Lehrplan oft auf der Strecke.
Ein Film über Kinder, die zu Hause wenig haben und in der Schule darauf vorbereitet werden, die Probleme ihrer Eltern zu erben.
R.: Eva Müller / 90 min / D 2007 (Doku)
anschließend: Diskussion